Page 23 - HDV News #116
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Die Welt ist so schön ...
... wir machen sie kaputt. Zu pathetisch?
Versuchen wir es folgendermaßen: Es ist unerlässlich, die natürlichen Ressourcen zu schützen und die Welt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Angesichts der Tatsache, dass eine Naturkatastrophe die nächste jagt, gibt es da kaum mehr zwei Meinungen. Verheerende Überschwem- mungen und brutale Waldbrände in Regionen, die bisher keine Spuren auf der Katastrophen-Landkarte hinterlassen haben, lassen hoffentlich auch die letzten Skeptiker aufhorchen.
Nachhaltigkeit spielt schon seit Jahrzehnten eine Rolle in der Wirtschaft und maßgeblich auch in der Hotellerie. Interessant ist, zu beobachten, welchen Verlauf auf der Prioritätenliste das Thema über die Jahre genommen hat. Bei internationa- len oder nationalen Krisen verliert es spontan an Aufmerk- samkeit. Als Corona kam, ging Fridays for Future. Der Fokus verschiebt sich je nach politischer und wirtschaftlicher Lage. Das ist verständlich. Dennoch sollte den wichtigen und richti- gen Klimazielen, die beispielsweise im Pariser Abkommen von 2015 festgelegt und von 187 Staaten bestätigt wurden, noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden müssen.
Viele Hotels weltweit sind in Sachen Ressourcen- schutz ungemein aktiv, investieren in die Thematik und leben beispielhafte Konzepte vor. Sie haben die Dramatik erkannt und wissen, dass Gäste und Mitarbei- tende zunehmend Wert auf transparente Nachhaltig-
keitsaktivitäten legen.
Aufgrund fehlender bzw. weniger verpflichtender gesetzli- cher Vorgaben kann jeder das Thema Umweltschutz irgend- wie ein bisschen anders auslegen, kümmert sich eben mehr oder weniger darum. Auch dem bekannten Greenwashing ist Tür und Tor geöffnet. Branchenvertreter und Verbraucher- schützer fordern seit geraumer Zeit überprüfbare und ver- gleichbare Standards bei Umweltlabeln und CO2-Fußabdrü- cken. Auch Forderungen nach einer einzigen verpflichtenden Zertifizierung mit weitreichenden Kontrollen werden laut. Die EU-Kommission hat bereits im März 2023 vieles verbindlich festgelegt, um Greenwashing und unklares Wording in der Nachhaltigkeitskommunikation zu unterbinden. Bis das al- lerdings in nationales Recht umgesetzt wird, fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter. Nachhaltigkeit braucht Transpa- renz und Kontinuität – in der Entwicklung, in der Umsetzung, in der Forschung und, ganz wichtig, in der konstanten Kom- munikation. Oder wissen Sie schon, was das Lieferketten- gesetz für Ihr Unternehmen bedeutet? Nachhaltigkeit braucht überprüfbare Parameter und für Verbraucherinnen und Ver- braucher nachvollziehbare Umweltlabel. Am Anfang steht der Wille, sowohl von Unternehmen als auch von allen mensch- lichen Bewohnerinnen und Bewohnern unseres wertvollen Pla- neten, in Sachen Schutz der Umwelt gezielt und wirksam aktiv zu werden. Es liegt hier noch ein langer und herausfordernder
Weg vor uns. Wir sollten uns nicht davon abbringen lassen.
Es grüßt euch herzlich: Angelika Heyer
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Herbst 2023 | HDV News 23
KOLUMNE
  FOTO: ANGELIKA HEYER
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